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14.03.2011 · 19:30 Uhr
Die Partei, die Partei, die braucht immer Geld

Das Superwahljahr und die Parteienfinanzierung

Von Martin Hartwig

2011 wird ein teures Jahr für die Parteien. Sieben Landtags- und vier Kommunalwahlen wollen bestritten und finanziert sein. Und das - mit Ausnahme der Grünen - bei sinkenden Mitgliederzahlen, also weniger Beitragszahlern. Die Schatzmeister der Parteien stehen vor schweren Aufgaben.

Da liegt es nahe, neue Einnahmequellen zu suchen und auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. Das hat sich in der Vergangenheit allerdings nicht immer ausgezahlt. Zwar zeigten sich Sponsoren durchaus willig für ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten, ein paar Euro mehr an die Partei zu überweisen, der anschließende politische Flurschaden war allerdings immens.

Auch die Entnahmen aus anderen Finanztöpfen, wie etwa aus einer gut ausgestatteten Landtagsfraktionskasse, brachten politischen Ärger und Strafzahlungen ein. Die infolge der Skandale angekündigten Initiativen zur Neuregelung der Parteienfinanzen gingen in die Gremien und sind seither nicht mehr öffentlich aufgetaucht....

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1405300/

 

Wikipedia wird zehn Jahre alt

Die Geschichte des Onlinenachschlagewerkes ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Internets. 2001 riefen der Internetunternehmer Jimmy Wales und der damalige Doktorand der Philosophie Larry Sanger die Wikipedia ins Leben. Der Zuspruch war gewaltig.

                                                          Das Nasobēm
               Auf seinen Nasen schreitet
               einher das Nasobēm,
               von seinem Kind begleitet.
               Es steht noch nicht im Brehm.
               Es steht noch nicht im Meyer.
               Und auch im Brockhaus nicht.
               Es trat aus meiner Leyer
               zum ersten Mal ans Licht.


Das Nasobēm ist ein klassisches Beispiel der Literaturwissenschaft dafür geworden, wie eine übermütige Idee eines Dichters zahlreiche Folgeschriften hervorgerufen hat.

So berichtet die Wikipedia von jenem Fabeltier, das Christian Morgenstern sich ausdachte. Dass es dort einen eigenen Beitrag bekommt, stand nicht lange zur Debatte, wie man im Diskussionsteil, der jedem Eintrag angefügt ist, nachlesen kann. Denn das Onlinenachschlagewerk protokolliert die Entstehungsgeschichte von jedem einzelnen der über eine Million Artikel, die derzeit in der deutschsprachigen Wikipedia stehen.......

www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1365351/

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"Wir sind die Guten!"

Wie Unternehmen sich und ihre Produkte ins rechte Licht rücken

Wie man ein gutes Image in kurzer Zeit komplett verspielt, zeigt der Fall des Ölkonzerns BP. Dabei hatte sich BP dank einer geschickten Öffentlichkeitsarbeit in den letzten Jahren als verantwortungsbewusstes, lernfähiges und ökologisch ausgerichtetes Unternehmen inszeniert.

Fast alle großen Unternehmen verwenden immer mehr Mühe und Geld darauf, ihre Außenwirkung bis ins kleinste Detail zu gestalten. Rührige Werbeagenturen, Pressesprecher und Öffentlichkeitsabteilungen versuchen permanent und auf allen Ebenen Eindruck zu machen. Sie schalten Kampagnen, geben gezielt Interviews und tummeln sich in Internetforen.

Diese Imagepflege geht weit über die klassische Produktwerbung hinaus. Moderne Unternehmen wollen mit abstrakten Werten und Qualitäten verbunden sein, hinter denen die konkreten Produkte, die sie verkaufen, zurückzustehen scheinen.

Warum tun sie das? Wie tun sie das? Lohnt es sich für sie? Was dürfen wir ihnen glauben? Martin Hartwig spricht mit Imageberatern, Werbeprofis und "Imagekratzern".......

www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1244848/

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"Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit"

Vor 50 Jahren legte die DDR den Grundstein für das Erdölverarbeitungswerk Schwedt

Die DDR war, abgesehen von der relativ energiearmen und stinkenden Braunkohle, ein rohstoffarmes Land. Vor allem an Erdöl war für das devisenschwache Land schwer zu kommen. Das wollte die DDR-Führung Ende der 50er mit dem Erdölverarbeitungswerk Schwedt und ihrem Chemieprogramm ändern.

"Schwedt an der Oder. 3. November 1958. Schwere geländegängige Lastkraftwagen quälen sich mühsam durch den vom Regen aufgeweichten morastigen Boden. Immer wieder schwappt der Straßenkot unter den Rädern hervor und bespritzt die Vermessungstechniker, die in hohen Gummistiefeln nebenher stapfen und Zweige oder Bretter unter die mahlenden Reifen schieben."

Ein Land im Aufbruch, Normübererfüllung, Ernteschlachten, Fortschrittskämpfe und immer wieder die Jugend, die voranmarschiert - darum kreiste die Berichterstattung in der DDR Ende der 50er-Jahre. Das Ziel der Anstrengungen hatte der 5. Parteitag der SED vorgegeben: Innerhalb weniger Jahre sollte der Pro-Kopf-Verbrauch von Lebensmitteln und Konsumgütern das Niveau von Westdeutschland erreichen und sogar übertreffen.......

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1244848/

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"Betriebssystem der Moderne"

Vor 125 Jahren wurde der Greenwich-Nullmeridian festgelegt

Ein Meilenstein bei der "Vereinheitlichung" der Welt war die Einführung eines gemeinsamen geografischen Bezugssystems und einer gemeinsamen Zeit- und Tageszählung. Vor 125 Jahren wurden auf einer Konferenz in Washington die Grundlagen dafür gelegt.

"Es ist mir ein Vergnügen, Sie im Namen des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu diesem Kongress, bei dem die meisten Nationen der Erde vertreten sind, willkommen heißen zu dürfen. Sie haben sich hier versammelt, um die bedeutende Frage eines für alle Länder verbindlichen Nullmeridians zu erörtern und abschließend zu prüfen."

Mit diesen Worten begrüßte Frederick Frelinghuysen, Außenminister der Vereinigten Staaten, am 1. Oktober 1884 Astronomen, Geografen und Politiker jener 25 Staaten, die die USA als "zivilisierte Nationen" betrachteten und mit denen zusammen sie die Welt neu ordnen wollten. Die Konferenz, die er eröffnete, hatte einen sperrigen, aber sehr eindeutigen Titel:

"Konferenz zur Feststellung eines ersten Meridians und der Festlegung des universellen Tages."......

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1049726/

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"Unter dem Pflaster liegt der Strand"

Wie der Protest aus den Hörsälen auf die Straße kam

Von Martin Hartwig

Aus heutiger Sicht waren es nicht sehr viele Studenten, die im berühmten und berüchtigten Jahr 1968 auf die Straßen gingen. Es gab ohnehin bundesweit nicht mal 400.000 von ihnen und bei Protestaktionen und Demonstrationen kamen meist nur wenige Tausend zusammen.

Dennoch gelten die Studentenproteste der 60er Jahre bis heute als prägend für eine Epoche westdeutscher Geschichte. Wie es dazu kam, zeichnen die Zeitfragen in einem Streifzug durch die Jahre der Protestbewegung bis 1968 nach.......

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/759409/